Symbolbild Auswärtiges Amt in Berlin.Das KI-generierte Symbolbild zeigt keine reale Szene.
Nach einem gezielten Schlag gegen Strukturen der organisierten Kriminalität am Sonntag (22.) hat sich die Sicherheitslage in Mexiko deutlich angespannt. Bei dem Polizieeinsatz mit US-Untestützung im Bundesstaat Jalisco wurde ein führendes Mitglied eines Drogenkartells getötet. In der Folge kam es in mehreren Regionen zu gewaltsamen Reaktionen, darunter Straßensperren, Brandstiftungen und vereinzelte Angriffe auf Infrastruktur. Auch der Flugverkehr, insbesondere in Jalisco, kann zeitweise beeinträchtigt sein.
Die mexikanischen Behörden gehen seit geraumer Zeit verstärkt gegen Drogenproduktion und -handel vor. Solche Einsätze ziehen regelmäßig Vergeltungsmaßnahmen rivalisierender oder betroffener Gruppen nach sich. Für die Zivilbevölkerung und ausländische Reisende bedeutet dies eine volatile Sicherheitslage, die sich kurzfristig verändern kann.
Das Auswärtige Amt rät deutschen Staatsangehörigen, die Entwicklung der Lage aufmerksam zu verfolgen und behördliche Anweisungen strikt zu befolgen. Wer sich in betroffenen Gebieten aufhält, sollte sichere Unterkünfte nach Möglichkeit nicht verlassen und auf nicht zwingend notwendige Fahrten verzichten. Menschenansammlungen und Orte mit laufenden Polizeieinsätzen gelten als besonders risikobehaftet. In Notfällen ist landesweit die Rufnummer 911 erreichbar. Bei Straßensperren wird dringend empfohlen, keinen Widerstand zu leisten.
Von Reisen in bestimmte Regionen wird derzeit ausdrücklich abgeraten. Im Bundesstaat Guanajuato betrifft dies insbesondere Gebiete südwestlich der Bundesstraße 45D, einschließlich der Städte Celaya, Salamanca und Irapuato, wo es wiederholt zu sicherheitsrelevanten Vorfällen im Zusammenhang mit Drogenkriminalität gekommen ist. Auch im Grenzgebiet zwischen Guanajuato und Jalisco wird von Reisen abgeraten. Im südlichen Bundesstaat Chiapas gilt die Warnung vor allem für das Grenzgebiet zu Guatemala, mit Ausnahme einzelner ausgewiesener Verkehrsachsen.
Grundsätzlich weist das Ministerium darauf hin, dass Gewaltkriminalität in Mexiko in vielen Landesteilen verbreitet ist. Entführungen mit Erpressung, Raubüberfälle und Diebstähle kommen regelmäßig vor. In Einzelfällen sollen auch Personen in Uniform oder unter dem Vorwand offizieller Kontrollen Straftaten begangen haben. Zudem bleibt die Gewalt gegen Frauen ein gravierendes Problem, das sich nicht auf bestimmte Regionen beschränkt.
Mexiko zählt weiterhin zu den meistbesuchten Reisezielen in Lateinamerika. Touristische Zentren verfügen über ausgebaute Infrastruktur und Sicherheitskonzepte. Gleichwohl können auch dort Vorfälle nicht ausgeschlossen werden. Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse wird Reisenden geraten, individuelle Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und Reisepläne gegebenenfalls anzupassen.